Geboren am 31. Dezember 1973 in Reghin.

Da Geigenbau eine Familientradition ist, wurde ich bereits in jungen Jahren mit dem Musikinstrumenenbau vertraut gemacht. Schon als Kind sah ich meinem Vater bei der Arbeit zu. Als 12-jähriger wurden mir erstmals leichte Aufgaben übertragen und ich machte mich nützlich.
Während meiner Ausbildung an einer Schule für Schnitzkunst, beschloss ich, Kurse in Geigenbau zu besuchen. 1991 begann ich mit meiner vierjährigen Ausbildung an der Internationalen Geigenbauschule Cremona (IPIALL) bei Maestro Wanna Zambelli. Meine Lehrer in derLackierkunst und Restaurierung waren die Herren Massimo Negroni und Stefano Conia. 1995 schloss ich meine Studien in Cremona mit dem Meisterdiplom ab. Im Anschluss daran kehrte ich in meine Heimat zurück und sammelte weitere Berufserfahrung an der Seite meines Vaters. Seit 1997 bin ich selbständiger Geigenbauer, weiterhin mit der ständigen Unterstützung meines Vaters.
Dank meiner profunden Ausbildung und meines Fachwissens in Bezug auf Geigenbau und Akustik, wie sie klassischerweise in Cremona gelehrt werden, hatte ich während vieler Jahre das Privileg, mit renommierten Cremoneser Werkstätten zusammenarbeiten zu dürfen..
Darüber hinaus nahm ich an einigen internationalen Wettbewerben teil, darunter 1994 Cremona, 1995 Baveno, 1997 Cremona, 2000 Cremona, 2011 Pisogne
Ebenso nahm ich während vieler Jahre an der Internationalen Musikmesse „Mondo Musica“ in Cremona als Aussteller teil.
Derzeit arbeite ich vor allem mit einer Werkstatt in Turin (I) zusammen; meine Aktivitäten erstrecken sich damit zu gleichen Teilen auf Reghin und Turin.

Geboren am 6. Dezember 1941 in Brasov.

Nach meinem Abschluss an der Schnitzkunstschule im Jahr 1958 wurde ich von der örtlichen Instrumentenmanufaktur angestellt. Bis zum Jahr 1963 erlernte ich dort alle Phasen der Herstellung von Saiteninstrumenten. ciurba nicolae Weil ich durch meine Leidenschaft und Fähigkeiten auf mich aufmerksam machen konnte, wurde ich, zusammen mit meinem Kollegen Precup Florea, durch den Geigenbaumeister Roman Boianciuc ausgewählt, Meisterinstrumente herzustellen. Und so hatte ich die Möglichkeit bis ins Jahr 1974 mit Meister Boianciuc zusammenzuarbeiten.
Trotz des repressiven kommunistischen Regimes, konnte ich es möglich machen an einigen internationalen Wettbewerben teilzunehmen. So gelang es mir zweimal nach Cremona zu reisen: die Geburtsstätte des Instrumentenbaus. Wegen der politischen Situation war es mir bis ins Jahr 1993 nicht möglich, selbständig zu arbeiten. Anschliessend gründete ich, zusammen mit meinem ältesten Sohn, ein gemeinsames Atelier. Seither stellen wir Instrumente für den nationalen und internationalen Verkauf her. In beinahe jedem philharmonischen Orchester wird eines meiner Instrumente gespielt. Rumänische Instrumentalisten, die im Ausland arbeiten, trugen meine Instrumente nach Europa und darüber hinaus.
Seit dem tragischen Tod meines ältesten Sohnes im Jahr 2011, arbeite ich mit meinem jüngeren Sohn, der seine Ausbildung in Cremona erhalten hat, sowie weiteren Fachkräften zusammen.

Biografie Roman Boianciuc

Geboren am 7. Oktober 1912 im Ort Vascauti, Bezirk Storojinet in der Bucovina.
Im Alter von 13 Jahren begann er seine Lehrzeit bei Willi Pohariles, der in Prag die Kunst des Holzhandwerkes erlernte. Zwischen 1928 und 1930 besuchte er die Berufsschule in Campulung Modovenesc.
Roman Boianciuc
Im Jahr 1934 baute er die erste Gitarre. Darauf folgten eine Geige und eine Balaleika.
Seine Entscheidung, als Geigenbauer zu arbeiten, schien zunächst nicht von Erfolg gekrönt zu sein, bis er, im Sommer 1949 in der Holzverarbeitung zu Reghin Fuss fasste. Zusammen mit einem Team von fünf Mitarbeitern, schuf er im Jahr 1951 die Basis für das erste Geigenbauatelier, welches heute internationalen Renommee als Musikinstrumentenfabrik geniesst. Von seinen Mitarbeitern sollen vor allem Florea Precup, Ciurba Nicolae und Luca Ioan genannt sein.
Neben seiner Gabe, Fachleute auszubilden, leistete er durch die Entwicklung von Arbeitsabläufen und mechanischen Werkzeugen einen wichtigen Beitrag zur Optimierung von Produktionsprozessen. In Anerkennung seiner Leistung erhielt er 1957 den Staatspreis.
Als Geigenbauer nahm er an zahlreichen internationalen Wettbewerben teil, darunter zwei Mal in Cremona. Ausserdem sind zu nennen:
1963 / 1967 Liege
1972 Poznan
1983 Sofia (3. Preis)

David Oistrach äusserte sich im Jahr 1967 begeistert über die Meistergeigen:
„Die Violinen von Meister Roman Boianciuc sind besonders für Solisten geeignet und haben mich vor allem durch die Perfektion ihres Schnittes beeindruckt. Ihr Klang ist delikat, rein und hell und befriedigen die höchsten Ansprüche.„

Des Meisters Geigen erklingen auf philharmonischen Bühnen auf allen Breitengraden. Er baute ausserdem 50 Gitarren, von denen eine im Besitz des berühmten griechischen Gitarristen Costas Cotsiolis ist. Weitere wurden als Preise an Gewinner des, seit 1983 durchgeführten, internationalen Festivals für klassische Gitarre Sinaia verliehen.
Post mortem wurde er am 13. Dezember 2001 zum „Ehrenbürger der Stadt Reghin“ ernannt.